Infotag Bremen 2015 neu 1
Tag der Schulgeographie
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Bremerhaven: Deutsches Schifffahrtsmuseum mit Museumshafen, Havenwelten mit Sail City Hotel, Klimahaus und Einkaufszentrum Mediterraneo
Bremerhaven: Museumshafen mit Seute Deern
Überseemuseum Bremen
Windmuehle am Wall

Landesverband Bremen

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

das Interview von Radio Bremen mit Gerhard Dahlke hat zu einer recht interessanten - und gelungenen - Webseite geführt, die unter folgendem Link verfügbar ist: 
http://www.radiobremen.de/wissen/themen/dahlke-geographie100.html
Auch das Interview ist für die, die es noch nicht kennen, von dort aus nachzuhören!


Vorankündigung:
Der 9. Bremer GEO-Infotag findet statt am Donnerstag, den 18. Mai 2017 in der Zeit von 14 - 18 Uhr im Schulzentrum Rübekamp.
Thema: Entwicklung und Globalisierung im Geografieunterricht


Zur Lage des Faches Geografie in Bremer Schulen: 


Kleine Anfrage der Fraktion der CDU vom 08.03.2016: "Die Bedeutung der Unterrichtsfächer Politik und Geografie an Schulen im Land Bremen"

Die Fragen und die Antwort des Senats sind veröffentlicht unter:
https://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/2016-04-13_Drs-19-376_8c1b6.pdf

Abitur in Bremen – ohne Geografie

Das Unterrichtsfach Geografie wird im Bundesland Bremen durch politisch gewollte und in den Ordnungsmitteln verankerte Strukturmaßnahmen systematisch ausgedünnt, ja tendenziell abgeschafft.
In den Oberschulen ist Geografie kein eigenständiges Unterrichtsfach mehr. Es wurde zusammen mit Geschichte und Politik in einem Mischfach „Gesellschaft und Politik (GUP)“ verschmolzen. Im Bildungsplan GUP finden sich nur noch drei geographische Unterrichtseinheiten in vier Schuljahren, so wird den Schülern gar keine durchgängige räumliche Bildung mehr vermittelt.
In den Gymnasien gibt es Geografie durchschnittlich nur eine Wochen - stunde. An kleinen Gymnasien wird Geografie nicht mehr unterrichtet.
In der Gymnasialen Oberstufe geht die Anzahl der eingerichteten Geografiekurse dramatisch zurück. Dies hängt mit gewollten Strukturveränderungen der Senatorin für Bildung sowie KMK-Beschlüssen zusammen. Seitdem Geschichte zur Pflichtauflage im gesellschaftlichen Aufgabenfeld wurde, müssen Schüler in Bremens GyO zusätzliche Unterrichtsstunden ableisten, wenn sie Geografie wählen.
In Bremen gibt es das Zentralabitur, allerdings nicht für Geografie, weil sie zum Wahlpflichtfach wurde, in welchem Schüler kein schriftliches Abitur im Grundkurs mehr ablegen dürfen. Seit der Verkürzung der Schulzeit auf 12 Schuljahre müssen Schüler in Bremens GyO in der Einführungsphase 33 Wochenstunden absolvieren. Wer das Grundfach Geografie wählt, muss bis zu 35 Wochenstunden belegen. Etwa zeitgleich änderte die Bremer Bildungspolitik die Schulstrukturen, in dem sie vielen kleinen Oberschulen in den Stadtteilen eine sehr kleine Gymnasiale Oberstufe obendrauf gaben. Diese kleinen GyOs können wegen geringer Jahrgangsbreite und politischer Vorgabe von Mindestschülerzahlen pro Kurs nur die unbedingt vorgeschriebenen Unterrichtsfächer anbieten, so dass es in diese Schulen i. d. R. keine Geografie mehr gibt. Durch diese künstlich geschaffene Konkurrenz der kleinen Stadtteil-GyOs ging an den tradierten, großen GyOs die Schülerzahl zurück, was sich besonders auf die Geografie auswirkt. Die Anzahl eingereichten schriftlichen (dezentralen) Abiturvorschläge in Geografie reduzierte sich von 2001 bis 2015 von 35 Abiturvorschläge auf nur noch 7.
Die senatorische Vernichtungspolitik der Geografie an Bremens Schulen wird sich fortsetzen, und es spätestens 2018 kein Leistungsfach Geografie mehr geben.
Dann erlernt kein Bremer Schüler mehr die interdependenten Kompetenzen von Raumanalyse, Kultur, Wirtschaft, Umwelt, Naturraum, Entwicklung und Globalisierung. Räumliche Orientierung und Topographisches Wissen werden Bremens Schüler fehlen und Bremen in der Pisa-Rangfolge noch weiter nach hinten werfen!

Gerhard Dahlke, Bremen




Liebe Kolleginnen, Kollegen und Freunde der Geografie,

trotz der Unterstützung von mehr als 1200 Unterzeichner der Petition erfolgte auch nach der Anhörung kein Einlenken von Seiten der politisch Verantwortlichen.
Um dem Bedeutungsverlust des Faches Geografie weiter entgegen zu wirken, erfolgte hierauf die Einrichtung eines 'Runden Tisches', an dem an Geografie Interessierte über die Zukunft des Faches diskutieren.

Auf der Seite "Aktuelles" ist eine Stellungnahme des 'Runden Tisches' zu lesen.

Der Text der Petition sowie die Stellungnahmen der Behörde und der Verfasser sind abgedruckt auf unserer Seite "Aktuelles".